Der Sommer steht vor der Tür! In den kommenden Wochen teilen unsere Mitarbeitenden wöchentlich ihre persönlichen Sommer-Tipps mit Ihnen – Bücher, Podcasts, Filme, Ausflugsziele und vieles mehr.
Diese Woche ist Jennifer Müller, unsere Jugendarbeiterin an der Reihe. Sie hat für euch eine coole Liste zusammengestellt.
Serien/Filme
Das Geheimnis der Flamingos (Disney)
„Das Geheimnis der Flamingos“ ist eine Tierdoku von Disney aus dem Jahr 2008. Ich habe als Kind lange Zeit nur die Musik vom Soundtrack gekannt. Es war mein Einstieg in die Band The Cinematic Orchestra und in das Genre Neo-Classical. Irgendwann wollte ich herausfinden, was eigentlich der Kontext dieser Lieder ist, und wurde positiv von einem bildgewaltigen Film überrascht.
Es ist eine Doku, die nicht auf Expertenmeinungen fokussiert ist, sondern stattdessen die Geschichte dieser Flamingos erzählt. Die Erzählstimme wechselt fliessend zwischen Beobachtung und Information und ergänzt die Bilder, während die Musik dem Ganzen Emotionen gibt.
Es ist eine poetische Doku, die zum Entspannen einlädt, während man sich von den Bildern und der Musik berieseln lässt. Die Musik allein lohnt sich schon, um den Film zu sehen.
Long Story Short (Netflix)
„Long Story Short“ ist eine meiner neuen Lieblingsserien. Es ist eine animierte Serie für Erwachsene und handelt von den absurden Alltagsgeschichten einer amerikanisch-jüdischen Familie.
Der Humor und die Geschichten erinnern ein wenig an die Simpsons, wobei „Long Story Short“ etwas bodenständiger bleibt. Das ist es – nebst dem schrägen Humor –, was ich am meisten an der Serie mag. Es ist eine Geschichte über eine Familie und wie sie über die Jahrzehnte mit allen Höhen und Tiefen umgeht, aber auch eine Geschichte, die sich darüber lustig macht, wie absurd das Leben und die Familie sein können.
Ich habe gelacht, ich habe geweint, und ich hoffe, dass bald noch mehr Menschen die Serie kennen.
Bücher
Die sieben Männer der Evelyn Hugo – Taylor Jenkins Reid
Wenn ich an Sommerlektüre denke, dann denke ich vor allem an Taylor Jenkins Reid. Ihr Schreibstil ist verständlich und relativ einfach, dafür sind ihre Romanzen und Charaktere komplex.
Ihr bekanntestes Buch ist „Die sieben Männer der Evelyn Hugo“. Es erzählt die fiktionale Biografie einer pensionierten Hollywoodikone, inspiriert von echten Ikonen wie Elizabeth Taylor, und zeigt, welche Opfer Evelyn für den Ruhm erbringen musste. Im Zentrum der Geschichte steht aber die Frage, wer denn nun eigentlich die wahre Liebe der legendären Evelyn Hugo war.
Es ist eine unterhaltsame und romantische Geschichte über die glamouröse Hollywood-Ära, die den Glamour aber ständig in Frage stellt. Das Buch zeigt nämlich, wie Rassismus, Sexismus und Homophobie das Leben von Evelyn und ihren Freunden erschwerten.
Die Art, wie Taylor Jenkins Reid mit diesen Themen respektvoll umgeht und sie problemlos in die Geschichte hineinwebt, macht das Buch zu mehr als einem einfachen Groschenroman.
DisneyWar – James B. Stewart
„DisneyWar“ ist definitiv keine klassische Sommerlektüre, aber sehr empfehlenswert für alle, die sich dafür interessieren, wie dieses gigantische Unterhaltungsunternehmen auf Managementebene funktioniert.
„DisneyWar“ ist ein Buch über Michael Eisners Zeit als CEO der Disney Company von 1984 bis 2005.
James B. Stewart hat zur richtigen Zeit mit den richtigen Leuten gesprochen und bietet darum einen überraschend persönlichen Einblick in das Unternehmen.
Es erzählt die Geschichte von Eisners Aufstieg zum CEO, der das schwächelnde Disney mit innovativen Ideen zu neuen Erfolgen führte – nur um es mit seinem späteren Führungsstil und seiner Arroganz wieder zu gefährden. Die Erzählung handelt von einem der erfolgreichsten Geschäftsmänner aller Zeiten, und man weiss nie so recht, ob man ihn für seine Leidenschaft bewundert oder sein Temperament verabscheut.
Es ist ein sehr aufschlussreiches und spannendes Buch, das für mich viele Geschäftsentscheidungen Disneys in ein neues, menschliches Licht rückte.