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Die Sakristanin Lidia Valverde im Interview

Lidia Valverde ist bereits seit letztem August bei uns in der Kirchgemeinde als Sakristanin im Einsatz. Höchste Zeit also, dass wir sie Ihnen ein wenig näher vorstellen.

In unserem Gespräch erzählt uns Lidia, welche Momente sie im Gottesdienst besonders schätzt, welche Rolle der Glaube in ihrem Leben spielt und was sie in ihrer Freizeit gerne macht.

Könntest Du Dich kurz vorstellen? Wer bist Du und was hat Dich in die Kirchgemeinde Erlöser geführt?

Mein Name ist Lidia Valverde, und ich komme aus Peru. Die Liebe hat mich in die Schweiz geführt, und ich lebe nun seit zwölf Jahren hier.

Ich komme aus dem Hochland von Peru, nördlich von Lima. Mein Heimatdorf heißt Piscos und liegt auf 3.200 m ü. M. Leider sind meine Eltern bereits verstorben, aber ich habe sechs Geschwister, die auf der ganzen Welt verteilt leben.

Was hat Dich dazu bewogen, Sakristanin zu werden? Was bedeutet diese Aufgabe für Dich persönlich?

Mein Glaube und mein Engagement für die Kirche haben mich zu dieser Aufgabe geführt. Schon als Kind und Jugendliche habe ich viel Zeit in der Kirche verbracht.

Meine Eltern waren sehr gläubig und fest in der römisch-katholischen Kirche verwurzelt. In meinem Heimatdorf gibt es eine kleine Kirche, die allerdings dringend repariert werden müsste.

Für mich ist die Arbeit als Sakristanin mehr als nur ein Beruf – es ist eine Herzensangelegenheit.

Hattest Du bereits Erfahrung in einer Kirchgemeinde oder ist das für Dich eine neue Aufgabe?

Vor meiner Tätigkeit in der Erlöserkirche war ich in der Lazariterkirche in Gfenn. Zurzeit bin ich nur noch in Römisch-katholische Kirchgemeinde Dübendorf tätig.

Die Lazariterkirche ist nicht konfessionsgebunden – sowohl katholische als auch reformierte Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen finden dort statt. Es war daher oft viel los.

Da ich mich nicht an drei Orten gleichzeitig engagieren konnte, habe ich mich schließlich für die Erlöserkirche entschieden.

Gibt es eine besondere Aufgabe oder einen Moment im Gottesdienst, den Du besonders schätzt?

Ich schätze sehr den Kontakt zu den Kirchenbesuchern. Besonders genieße ich die Momente des gemeinsamen Singens und Betens.

Ich bewundere die Menschen, die trotz aller Widrigkeiten weiterhin in die Kirche kommen, ihren Glauben leben und diesen auch nach außen hin vertreten. Dazu gehört für mich auch eine gewisse Disziplin.

Was sind die größten Herausforderungen in Deinem neuen Amt?

Ich bemühe mich stets, meinen Mitmenschen empathisch und tolerant zu begegnen.

Da meine Muttersprache nicht Schweizerdeutsch ist, erlebe ich hin und wieder sprachliche Hürden. Manche schweizerdeutschen Ausdrücke sind mir noch fremd.

Doch mit meiner positiven Einstellung und einer offenen Kommunikation gelingt es mir meistens, diese Sprachbarrieren zu überwinden.

Welche Rolle spielt der Glaube in Deiner Arbeit? Gibt es ein bestimmtes Bibelwort oder eine persönliche Überzeugung, die Dich begleitet?

Mein Glaube spielt eine zentrale Rolle in meinem Leben – ich könnte mir meinen Beruf ohne meinen Glauben gar nicht vorstellen.

Die Zehn Gebote begleiten mich seit meiner Kindheit, und besonders das Gebot: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ liegt mir sehr am Herzen.

Mein Vater legte großen Wert darauf und forderte uns Kinder immer dazu auf, mit denen zu teilen, die weniger hatten. So bin ich aufgewachsen, und diese Überzeugung prägt mich bis heute.

Wie erlebst Du die Kirchgemeinde Erlöser bisher?

Ich bin sehr angetan und positiv überrascht. Das Verhältnis zu Pfarrer Liviu, den anderen Mitarbeitenden und den Kirchenbesuchern ist sehr herzlich und wertschätzend.

Gibt es etwas, worauf Du Dich in Deiner neuen Rolle besonders freust?

Ich liebe eigentlich alles an meiner Arbeit. Es ist meine Leidenschaft.

Wenn ich die Kirche betrete – meinen Arbeitsort – dann spüre ich, wie mein Glaube gestärkt wird.

Gibt es eine Veranstaltung oder Tradition in der Kirche, auf die Du besonders gespannt bist?

Ich liebe die Adventszeit, die Fastenzeit und besonders das Osterfest.

Was ich vorher nicht kannte und nun besonders schätze, ist die Waldweihnacht. Auch die Kirchen-Apéros mag ich sehr – sie fördern den Gemeinschaftssinn und bieten Raum für Begegnungen.

Wenn Du nicht gerade bei uns in der Kirche bist, was machst Du gerne in Deiner Freizeit? Hast Du ein Hobby?

Ich habe viele Interessen. Ich liebe Handarbeiten wie Stricken, Nähen, Häkeln und Malen.

Außerdem mache ich gerne Yoga und meditiere regelmäßig. In meiner Freizeit gehe ich oft wandern und entdecke dabei gerne neue Orte in der Schweiz.

Mit ihrer warmherzigen und engagierten Art bereichert Lidia Valverde unsere Kirchgemeinde und wir freuen uns, sie als Sakristanin bei uns zu haben.

Pfarrei Erlöser Zürich